Ausgeschlafen und munter bauen wir die Zelte ab und schwingen uns direkt auf die Straße. Unterwegs buchen wir die Fähre auf die Lofoten. Bis 3 Uhr müssen wir am Fähranleger von Bodø sein und wir denken, dass wir ausreichend Zeit für die knapp 600km lange Etappe haben. Durch diverse Tunnelbauarbeiten und -Sperrungen erreichen wir die norwegische Hafenstadt erst gegen 1 Uhr nachts und nach knapp 12 Stunden Fahrt. Auf der Strecke passieren wir die Grenze von Schweden nach Norwegen, was wir nur durch veränderte Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder bemerken. Zudem sind wir nun nördlich des Polarkreises.
Nach den ersten beiden Tagen beim Baltic Sea Circle 2017 ging es am dritten Tag von Borlänge in die Nähe von Dorotea. Und ja der Ort heißt wirklich so und liegt in der schwedischen Provinz "Västerbottens län", dem südlichen Teil von Lappland. Schweden enttäuscht uns nach wie vor nicht und zeigt sich von seiner schönsten Seite. Zudem sichten wir die ersten Rentiere, die uns hier und da die Straße versperren. Am Abend ist wieder Wild Camping angesagt. Mittlerweile haben wir uns auch von der echten mitteleuropäischen Nacht verabschiedet und brauchen keinerlei Taschenlampen o.ä. um die Zelte gegen Mitternacht aufzustellen. 
Vor ein paar Tagen war ich ziemlich genau 48 Stunden im schönen Schweden. Genauer gesagt in der Hauptstadt Stockholm. Während die Stockholmer sehr froh über die "milden" Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt waren, konnte man sich die Stadt bei schönsten Schneeregen und kalten Wind ansehen.
Der geneigte Leser wird mein erhöhtes Interesse für skandinavische und insbesondere schwedische Fotografiekünste bereits kennen. Ich war also mal wieder auf der Suche in der großen, bunten und weiten Flickrwelt und stieß auf den Flickrstream des jungen Schweden Rikard Lilja.
Johanna Wallin ist Schwedin und studiert derzeit an der Högskolan För Fotografi in Göteborg. Ihre Fotografien wirken zum Teil komisch, dann wieder nachdenklich, aber vieles fängt auch einfach nur die Situation ein. Sehr schwierig einen Überblick über ihr Portfolio mit nur ein paar Bildern zu bewerkstelligen.
Ein Bus, eine Fensterscheibe, eine Person, ein Blick. Dieses eine Foto von Leo Berne lässt so ungemein viel Spielraum zur Interpretation. Der Blick geht direkt in die Kamera, direkt ins Auge des Betrachters und bleibt dort hängen. Was mag diese Person denken oder fühlen? Ist die Person auf einer weiten Reise oder auf dem Weg zu oder von der Arbeit. Fakt ist, die Person wirkt sehr nachdenklich. Während sich eine Geschichte zu dieser einen Person zusammenreimt entdeckt man am rechten Rand eine weitere Person, die ebenfalls direkt ins Objektiv sieht...