Ausgeschlafen und munter bauen wir die Zelte ab und schwingen uns direkt auf die Straße. Unterwegs buchen wir die Fähre auf die Lofoten. Bis 3 Uhr müssen wir am Fähranleger von Bodø sein und wir denken, dass wir ausreichend Zeit für die knapp 600km lange Etappe haben. Durch diverse Tunnelbauarbeiten und -Sperrungen erreichen wir die norwegische Hafenstadt erst gegen 1 Uhr nachts und nach knapp 12 Stunden Fahrt. Auf der Strecke passieren wir die Grenze von Schweden nach Norwegen, was wir nur durch veränderte Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder bemerken. Zudem sind wir nun nördlich des Polarkreises.
Nach den ersten beiden Tagen beim Baltic Sea Circle 2017 ging es am dritten Tag von Borlänge in die Nähe von Dorotea. Und ja der Ort heißt wirklich so und liegt in der schwedischen Provinz "Västerbottens län", dem südlichen Teil von Lappland. Schweden enttäuscht uns nach wie vor nicht und zeigt sich von seiner schönsten Seite. Zudem sichten wir die ersten Rentiere, die uns hier und da die Straße versperren. Am Abend ist wieder Wild Camping angesagt. Mittlerweile haben wir uns auch von der echten mitteleuropäischen Nacht verabschiedet und brauchen keinerlei Taschenlampen o.ä. um die Zelte gegen Mitternacht aufzustellen.