Referees at Work
Gerade sehr aktuell im Fokus ist die Weltmeisterschaft und damit einher geht die stetige Diskussion über Fehlentscheidungen der Spielleiter. In Halbzeitpausen und nach dem Schlusspfiff werden in unzähligen Superzeitlupen Schiedsrichterleistungen knallhart analysiert und bewertet. Doch muss der Verantwortliche oft in wenigen Augenblicken Entscheidungen treffen und sorgt für pure Freude und Traurigkeit bis hin zur gnadenlosen Wut oder sogar Hass. Das Schiedsrichterwesen ist als Außenstehender ein Mysterium für sich. Die Dokumentation Referees at Work zeigt nun Schiedsrichter wie Howard Webb, Massimo Busacca oder Roberto Rosetti bei der Arbeit, genauer gesagt bei er EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Man bekommt einen unfassbar ehrlichen Einblick in die Gefühlswelt, den enormen Stress sowie Druck eines Schiedsrichter und seiner Assistenten.
Das interessante an dieser einzigartigen Dokumentation ist die Tatsache, dass die Filmemacher die Kommunikation der Schiedsrichter auf dem Platz während eines Spiels mitschneiden durften. So bekommt der Zuschauer einen unfassbar detaillierten Einblick, wie schwer dieser Job zu sein scheint und wie emotional dieser ist – auch für die Schiedsrichter selbst. Darüber hinaus sieht man auch, wie die UEFA Konsequenzen zieht oder wie stark die Belastung für einen Linienrichter bei einer folgenschweren Fehlentscheidung ist.
Auf myvideo kann man sich Referees at Work in voller Länge ansehen. Alternativ gibt es auch noch eine DVD im Onlineshop auf der offiziellen Seite zur Dokumentation zum Erwerb.
(via Hirngerechte Gestaltung)














01.7.2010
Es ist tatsächlich interessant. Nun frage ich mich trotzdem, ob das immer noch rein objektiv ist oder ob nicht bewusst Mitleid herbeigeführt oder zu Mitgefühl gedrängt wird. Mediale Mittel gibt es ja bekanntlich, um einen völlig anderen Eindruck zu vermitteln, der eigentlich nicht der Realität entspricht.
Bei dem Trailer, der vor Kurzem vorgestellt wurde, war die Musik das Mittel zur Manipulation, hier könnte es ein gezielter Schnitt, aus dem Zusammenhang gerissene Headsetmitschnitte oder vielleicht sogar inszenierte Vorbereitungen der Schiedsrichter in der Umkleidekabine sein, die das Bild vermitteln wollen, die Schiedsrichter würden jedes Mal beten den Tag heil zu überstehen.
Aber auch für den Fall, dass mir da bewusst ein falsches Bild aufs Auge gedrückt wird, finde ich es sehr interessant mal die andere Seite zu sehen, die ja doch immer ausgeblendet bleibt.
Danke für das Video!
Gruß
Kristian
01.7.2010
Hallo Kristian,
also ich bin der Überzeugung dass das gezeigte keineswegs dazu dient Mitleid zu haben sondern einfach nur aufzeigen soll, wie verdammt schwer der Job ist.
Dass das inszenierte Aufnahmen sein können, finde ich auch ein wenig weit hergeholt, gerade bei diesem mitunter recht brisanten Thema. Ich vertraue der UEFA da einfach mal und den Filmemachern, das hat sich alles recht ehrlich angehört und so etwas zu inszenieren wäre auch nicht der einfachste Job der Welt.
01.7.2010
Ich will es auch nicht behaupten, mir kommt nur gerade die anfängliche Szene, in der die zwei Schiris in der Umkleide hocken – der eine erst neben dem Klo/der Dusche – beten und sich “segnen” irgendwie merkwürdig. Dann noch der Spruch: “Uff, geschafft.” Es klingt für mich so aufgesagt. Und es wäre nicht schwer dem Schiri ein paar Sätze vorzusagen, die er bringen soll.
Ein “Hey, schaut einfach mal gestresst aus” ist auch nicht schwer zu übermitteln und genauso einfach umzusetzen.
Ich weiß eben nicht genau was ich davon halten soll. Es hat mir ja trotzdem gut gefallen
01.7.2010
Eine Dokumentation ist für mich aber etwas was nicht gestellt oder inszeniert ist. Sonst wäre es ja ein Spielfilm. Aber nunja, wenns dir trotzdem gefallen hat, ist ja alles wunderbar
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